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Psychosomatische Therapie

All unsere Erfahrungen, Gefühle, Lebensumstände wirken auf uns und unsere Körperlichkeit. Und auch wenn wir dies oftmals nicht zu bemerken scheinen: Unsere menschlichen Verarbeitungsmöglichkeiten und Kapazitäten sind hierbei nicht unendlich und benötigen entlastendes Gleichgewicht zwischen Stimulation und Erholung um flexibel und gesund zu bleiben.

Die Psychosomatik beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen unserem Körper und unserem Geist. Hierbei gehen im Rahmen unseres ganz persönlichen Lebensentwurfs unsere unbewussten Strategien und autonomen körperlichen Regulationskräfte Hand in Hand.

Kommt dieses fein abgestimmte Wechselspiel von unserem Geist (Psyche) im Bezug zum Körper (Soma) in ein Ungleichgewicht, können wir dies nur für kurze Zeit gut tolerieren. Werden Stress und Ungleichgewicht chronisch, oder kommen traumatische Erfahrungen hinzu, zeigt sich unser Körper oft als Übersetzer in das Sichtbare. Im Rahmen meiner Arbeit verstehe ich den psychosomatischen Blickwinkel als einen integrativen Ansatz für ganzheitliche Gesundheit, die mentale und körperliche Gesundheit gleichsam berücksichtigt.

SOMA – UNSER KÖRPER

Unser Körper findet in der Landschaft all unserer Gefühle, Empfindungen und Erfahrungen seinen Ausdruck. Wir können sogar davon sprechen, dass wir all das was wir erlebt und gedacht, empfunden, verinnerlicht und erfahren haben heute verkörpern. Oft spüren wir uns erst so richtig körperlich, wenn wir die emotionalen oder physischen Extreme und Grenzen unseres Körpers wahrnehmen. Wir vergessen dabei oft : Unser Körper ist unser ganzes Leben immer schon da gewesen und ist dabei der wichtigste Ort und Hafen für unsere Sicherheit, Heilung und Transformation.

Wenn wir uns heute vergegenwärtigen wie wenig wir gelernt haben unsere körperlichen Grundbedürfnisse zu lesen und zu nähren, unsere Gefühle und starken Emotionen empathisch zu verstehen und gut zu begleiten, dann wird vielleicht deutlich, wie wichtig und zeitgemäß die Bezugnahme unseres Körpers in unserer Biographiearbeit und auch in unserer Krankheitsgeschichte ist.

Wenn wir unseren Körper im wechselseitigen Dialog mit unserem Geist erfahren, können wir ein lebendiges Gleichgewicht schaffen, das uns Vertrauen und Sicherheit im Leben gibt.

Psychosomatische Erkrankungen entstehen oft, wenn die sich gegenseitig entlastenden Wechselwirkungen von Körper und Psyche in ein Ungleichgewicht geraten. Wir wissen heute, dass andauernde Überforderung, Stress, Traumata, Angst und Depressionen bei vielen Menschen unzählige und sehr individuelle Symptome hervorrufen können darunter Schlafstörungen, Hypervigilanz, Panikattacken, Reizbarkeit und emotionale Dysregulation. Aber auch eine Veränderung unseres Immunsystems, hormonelle Ungleichgewichte oder Migräne, Neuralgien, Veränderung der Verdauung und unspezifische Schmerzen können sich bei Stress oder nach einer psychischen Belastung einstellen. Diese Symptome können wir als eine Übersetzungsleistung unseres Körpers in die Sichtbarkeit verstehen, die für eine gelungene Integration und vollständige Aufarbeitung auch eine Berücksichtigung und Entlastung der körperlichen Komponente benötigen.

Mein therapeutischer Ansatz :

In den letzten 20 ig Jahren haben unter anderem Kenntnisse der modernen Neurowissenschaften und der Psychoneuroendokrinologie unser Wissen über die Wechselwirkung von psychischer Belastung und körperlichen Beschwerden erheblich vertieft. Mit dieser Vertiefung des Wissens über die Zusammenhänge von Körper und Psyche konnten auch unsere therapeutischen Möglichkeiten und Ansätze wachsen.

 Aufgrund meiner Spezialisierung ergänze ich seit mehr als einem Jahrzehnt die Grundlagen meines psychosomatischen Wissens insbesondere durch die Betrachtung und die Bezugnahme von psychischen Traumatisierungen und ihren körperlichen Folgen.

Für viele Menschen bedeutet das, dass bestimmte Erfahrungen einmal so herausfordernd waren, dass sie nicht ausreichend verarbeitet und integriert werden konnten. Der Körper stellt in der Somatisierung dann oftmals ein wichtiges und entlastendes Ventil dar oder bringt als „Anzeiger“ ein inneres Ungleichgewicht in die Sichtbarkeit. Natürlich bedeutet das nicht gleichsam, dass sich alle körperlichen Beschwerden immer auf psychische Belastungen oder gar traumatische Erlebnisse zurückführen lassen müssen. Und doch dürfen wir hier die individuelle Intelligenz der menschlichen Körperlichkeit in ihren wechselseitigen Beziehungen zu unserer Psyche nicht unterschätzen oder gar abtun.

Verarbeitung und Integration hat in unserer Menschlichkeit mehrere Ebenen. Wir verarbeiten psychisch – kognitiv als auch emotional und körperlich.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei für mich die Verbindung von neurowissenschaftlichem und immunologischem Wissen sowie die Auswirkung von chronischem Stress oder posttraumatischen Belastungen auf hormonelle Funktionskreisläufe und das Immunsystem in der Folge. Ich habe mich in diesem Zuge noch einmal gesondert auf die therapeutische Begleitung des weiblichen Traumas und den degenerativen, chronischen Erkrankungen in der naturheilkundlichen Frauenheilkunde spezialisiert.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dieser Webseite unter WISSEN und auch auf meinem BLOG und PODCAST.